Helga König im Gespräch mit Dirk Römer. Gründer des Netzwerks #BOND_OF_RESPONSIBILITY®

#Dirk_Römer, der Inhaber der #Lederwarenmanufaktur #HANFORD_&_RÖMER®, hat im vergangenen Jahr gemeinsam mit seiner Frau Silke das Netzwerk #BOND_OF_RESPONSIBILITY® ins Leben gerufen. Über ihre Plattform finden Menschen und Unternehmen zueinander, die neben dem Netzwerkgedanken dieselben Wertvorstellungen teilen und sich gesellschaftlich engagieren. 

Lieber Dirk Römer, es freut mich dass Sie an dem Ethik-Langzeitprojekt "Interviews- Begegnungen mit Menschenfreunden im Netz" des Onlinemagazins "Buch, Kultur und Lifestyle" teilnehmen. Dazu nun folgende Fragen an Sie: 

Helga König: Was bedeutet für Sie Mitmenschlichkeit? 

 Dirk Römer
Dirk Römer: Mitmenschlichkeit ist wohl einer der wichtigsten Elemente im Zusammenleben von Menschen. Der Mensch ist für das Leben in der Gruppe geboren. Wir brauchen gegenseitigen Austausch und Unterstützung.

Helga König: Was genau ist BOND OF RESPONSIBILITY® und was ist der Netzwerkgedanken, der dahinter steht? 

Dirk Römer: Bond of Responsibility ist ein Netzwerk von Menschen und Unternehmen, die sich gesellschaftlich engagieren. Es gibt diverse Themen, die uns als Gesellschaft fordern, wie z. B. Kinder- und Altersarmut, Bildung und Integration. Diesen Themen widmen wir uns als Gemeinschaft, denn in einem Netzwerk mit unterschiedlichsten Menschen, können wir mehr bewegen. 

 Helga König
Helga König: Können Sie unseren Lesern näher erläutern, welche Wertevorstellungen es sind, die Sie mit den Menschen auf Ihrer Plattform teilen?

Dirk Römer: Uns allen ist es wichtig, sich zu engagieren und nicht darauf zu warten, dass sich etwas von alleine verändert. Werte, wie Mitmenschlichkeit, Empathie, Verantwortung für unser Handeln in der Gesellschaft, Gleichberechtigung, Gerechtigkeit, Menschen zu unterstützen, denen es nicht so gut geht und Ihnen eine Chance zu geben, sind unser Antrieb. Dieses Gefühl von Selbstwirksamkeit ist besonders sinnstiftend. 

Helga König: Was gibt es Näheres zum "PETIT HOPE Symbol Anhänger" zu berichten, der offenbar das Erkennungszeichen der Mitglieder von BOND OF RESPONSIBILITY® darstellt?

Dirk Römer: Es ist die Verbindung von nachhaltigem Wirtschaften mit unserer Manufaktur HANFORD & RÖMER® und der Übernahme sozialer Verantwortung als Grundbedürfnis, die unser "Petit Hope" symbolisiert. Von #Silke_Hanford entwickelt, aus deutschem Bullenleder in unserer Manufaktur von Hand in Deutschland gefertigt, steht er als Symbol unserer Wertegemeinschaft und selbstverständlich gehen von ihm 20% an persönlich ausgesuchte soziale Projekte. 

Helga König: Ist Ihr gesellschaftliches Engagement Ausdruck einer entsprechenden Erziehung in Ihrem Elternhaus oder wodurch sonst wurde es angeregt? 

 Dirk Römer
Dirk Römer: Als Unternehmer in 4. Generation ist mein Thema Verantwortung sicherlich schon in die Wiege gelegt worden. Hinzu kommt, dass ich als Wassermann sehr für das Thema Gerechtigkeit brenne. Des Weiteren bin ich der Meinung, dass wir als Gesellschaft in der Hand haben etwas zu bewirken und ich habe mir mit BOND OF RESPONSIBILITY meinen Herzenswunsch erfüllt, gesellschaftliches Engagement in einer Wertegemeinschaft anzuschieben. 

Helga König: Könnten Sie sich vorstellen, dass BOND OF RESPONSIBILITY® zukünftig im Netz über Kinderarmut ganz konkret informiert? 

Dirk Römer: Wir werden alle gesellschaftlich relevanten Themen ansprechen. Hierzu gehört natürlich auch Kinderarmut, welche unbedingt mit dem Thema Bildung zusammenhängt. Mit dem "Kinder – Collage" in Karlsruhe, welches sich um Hochbegabung auch an Kinder aus sozial Schwachen Verhältnissen richtet, unterstützen wir z.B. das Thema Bildung. Wir sind immer auf der Suche nach weiteren Projekten. 

 Helga König
Helga König: Sie haben mehr als 1000 Freunde auf Facebook und Ihrer Community BOND OF RESPONSIBILITY® gehören auch schon 547 Personen an. Wie gleichen sie die Wertevorstellungen neu auf sie zukommender Mitglieder mit Ihren eigenen ab? 

Dirk Römer: Ich führe grundsätzlich mit jedem Interessenten ein persönliches Gespräch und lote damit unsere Gemeinsamkeiten und Werte aus. Sollte dies nicht zusammen passen, kann man auch nicht Mitglied im BoR werden. Wir benötigen Mitstreiter, die sich engagieren wollen und nicht ihren persönlichen Profit an erster Stelle sehen. Gesellschaft benötigt Gemeinschaft und keinen Egoismus.

Helga König: Welches soziale Projekt von BOND OF RESPONSIBILITY® liegt Ihnen besonders am Herzen und weshalb?

Dirk Römer: Mir liegen alle unsere Projekte am Herzen, da diese alle eine gesellschaftliche Relevanz haben. Daher kann und möchte ich kein Projekt besonders hervorheben. Mir geht es um das Große-Ganze und ich möchte mit BoR die Menschen motivieren sich zu engagieren.  

Helga König: Ihr Interesse liegt auch darin, gesellschaftlichen Wandel zu unterschützen. Was ist hier Ihr Hauptanliegen? 

Dirk Römer: Wir sind alle für unser Handeln verantwortlich. Der Egoismus und Turbokapitalismus hat erhebliche Verwerfungen und Ungleichheit geschaffen. Empathie scheint abhanden gekommen zu sein. Der Druck von außen ist extrem hoch, es wird immer mehr versucht zu spalten. Wir müssen dafür sorgen, die Schwächeren nicht zurück zu lassen. Dies erhält den sozialen Frieden. In einer Gemeinschaft, wie BOND OF RESPONSIBILITY® ist es allen möglich, Ihr Engagement zu zeigen und durch Mitwirken etwas zu bewirken, was sich als Einzelner nur schwer schaffen lässt. 

Helga König: Sie haben eine Reihe von Partnern und Freunden, denen das Wohl von Kindern besonders am Herzen liegt. Wie erklären Sie sich die viel beklagte Empathielosigkeit in unserer Gesellschaft Kindern gegenüber? 

 Dirk Römer
Dirk Römer: Kinder sind unsere Zukunft und ich sehe es als unsere Pflicht als Gesellschaft unseren Kindern eine gute Zukunft zu ermöglichen. Sei es durch Bildung, Umweltschutz und Unterstützung jeglicher Art. Wir müssen als Gesellschaft positiv Vordenken und Handeln, denn das Leben ist keine Einbahnstraße. Erst profitieren die jungen von den Alten, dann profitieren die Alten von den Jungen. Wir brauchen uns alle zu jeder Zeit! Zusammenhalt macht eine gute Gesellschaft aus. Denjenigen, dem es gut geht, sehe ich in der Pflicht, sich zu engagieren. Oder anders gesagt, selbst anpacken und handlungsfähig sein, macht glücklich.

Lieber Dirk Römer, ich danke Ihnen für das aufschlussreiche  Gespräch.
Ihre Helga König

Hier der Link zu: www.bond-of-responsibility.de

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